Die Geschichte der Ukraine

Dies ist nur ein kurzer, unvollständiger Überblick über die Geschichte der Ukraine. Im Blog finden Sie dazu mehr interessante Infos und Details.

Unter der Bezeichnung Rus siedelten ab dem 3. Jahrhundert n.Chr. ostslawische Stämme im Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres.

Im 9. Jahrhundert bildete sich der erste Staat mit Kiew als Zentrum. Namentlich ist das Christentum für den Aufschwung des Landes verantwortlich. Im 10. Jahrhundert, nach der Hochzeit Fürst Wladimirs mit der Schwester des byzantinischen Herrschers, taufte man das Volk und das Reich der Kiewer Rus blühte auf.

Die Einheit währte nicht lange. Bis Anfang des 13. Jh. zerfiel das Reich in 15 separate Länder. Das Volk im Norden teilte sich erstmals in das russische und ukrainische Volk. In den darauffolgenden Jahrhunderten herrschten verschiedene Völker über das Land oder Teile davon. Darunter Mongolen und Tataren, Polen, Litauer, Türken bis hin zu den Russen.

Bogdan Chmelnitzki DenkmalErsten Widerstand als Volk leistete man im 17. Jahrhundert unter dem Kosakenführer Bogdan Chmelnitzki. Grund - Polnische Adlige erhielten große Ländereien zur Kolonisation und unterdrückten den ukrainisch orthodoxen Glauben. Es entstand kurzfristig ein autonomes Gebiet um Kiew, Braclaw und Tschernihiv.

1667 fielen die Türken in die Westukraine ein und verwüsteten das Land. Nach dem Abzug der Türken 1699 versuchte man erneut, einen unabhängigen Staat zu errichten. Im Bündnis mit den Schweden versuchten die Kosaken unter Hetman Mazepa erfolglos Ihr Recht gegenüber dem russischen Zaren Peter I. durchzusetzen. Die Ostukraine fiel in den Machtbereich der Russen.

Durch die Teilung Polens Ende des 18. Jahrhunderts fiel auch die westliche Ukraine an die Russen. Galizien und die Bukowina kamen unter österreichische Herrschaft.
Widerstände unter Zar Nikolaus I. endeten mit dem Verbot der lokalen Sprache und Literatur. In der 2. Hälfte des 19.Jh. begann auch auf ukrainischem Gebiet die Industrialisierung.

Nach der Februarrevolution 1917 wurde am 17. März der Kiewer Zentralrat als ukrainische Nationalregierung errichtet. Man unterstützte die provisorische Regierung in Russland, forderten aber die Autonomie der Ukraine.
In den Wirren nach der Oktoberrevolution, eroberte Polen im Sommer 1919 Ostgalizien mit der Hauptstadt Lwiw, das bis 1939 bei Polen blieb. Die ukrainische Republik wurde 1922 Teil der Sowjetunion. Jegliche Versuche, einen unabhängigen Staat zu errichten wurden durch Stalin verhindert.

Im 2. Weltkrieg besetzten deutsche Truppen die Ukraine. Die Hoffnung auf Selbstständigkeit führte in weiten Teilen zur Zusammenarbeit mit den Deutschen. Nationalistische ukrainische Partisanen kämpften gleichzeitig gegen die Deutsche Wehrmacht und die Rote Armee. Einige davon hielten sich bis in die 50er Jahre.

1954 übergab man an die Ukraine die bis dahin russische Krim. In den folgenden Jahren wurde die Entwicklung einer ukrainische Identität und Sprache von den Sowjets behindert, eine eigenständige Kultur verneint. Innerhalb der UdSSR erreichte die Ukraine gegenüber den anderen Mitgliedsländern einen relativ hohen Lebensstandard.

Während der Perestroika nutzten die Ukrainer ihre Chance und proklamierten am 24.8.1991 ihre Unabhängigkeit und beschlossen den Austritt aus der UdSSR. Nach der Bestätigung am 1.12.1991 wählte das Volk Leonid Krawtschuk zum ersten Präsidenten.